Blende

Die Blende in der Fotografie ist die Kurzbezeichnung für Blendenöffnung und beschreibt somit die Öffnung des Objektivs, durch die das Licht auf den Sensor (bei analogen kameras auf den Film) fällt. Das ist vergleichbar mit der Pupille des menschlichen Auges, das sich je nach Umgebungslicht verengt oder weitet.
So funktioniert auch die Blende eines Fotapparates. Bei einigen Kompaktkameras und allen Bridgecams sowie Spiegelreflexkameras lässt sich der Blendenwert einstellen. Angegeben wird dieser in Zahlen wie z.B. 1,4; 2,7; 8,0 etc. Oft stehen diesen ein F oder F/ vor. Dies hat keine besondere Bedeutung, sondern findet seinen Ursprung lediglich in der Berechnung der Blendenzahl. Diese ist nämlich der Quotient der physikalischen Brennweite (f) und dem Blendendurchmesser (D).
Die Blendeneinstellung übernimmt im Wesentlichen zwei Funktionen:

1. Die Öffnung der Blende regelt den Einfall des Lichtes. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht fällt auf den Sensor/Film und umso heller kann das aufgenommene Bild werden. Hier wieder der Vergleich mit der Pupille: Bei schlechtem Licht, muss sie weit geöffnet werden, da wir ansonsten nicht viel sehen würden. Im hellen Sonnenschein verengt sie sich jedoch, damit wir nicht geblendet werden.
Die Blendenzahlen nehmen zu, je kleiner die Blendenöffnung wird und anders herum. Man kann also sagen:

Je kleiner die Blendenzahl, desto größer die Blendenöffnung und umso mehr Licht fällt auf den Sensor.
Je größer die Blendenzahl, desto kleiner die Blendenöffnung und umso weniger Licht fällt auf den Sensor.

2. Mit Hilfe der Blende kann desweiteren die Schärfentiefe des Bildes beeinflusst werden. Es gilt:

Je kleiner die Blendenzahl, desto größer die Blendenöffnung und umso niedriger wird die Schärfentiefe.
Je größer die Blendenzahl, desto kleiner die Blendenöffnung und umso höher wird die Schärfentiefe.

Beispiel zweier Fotos mit unterschiedlicher Blende:


F4.5                                                F22

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